13.10.2010 – 22:14 MST

21:47 photokraphy 0 Comments

So, nach einen ruhigen Tag, und einer Runde Koffer packen, werden wir unser Hotel in Denver Downtown verlassen und in Richtung Norden, genauer nach Longmont aufbrechen.

Nachdem Christian gestern früh von der Konferenz kam, sind wir nochmal in Richtung Molly Brown House aufgebrochen.



Molly Brown ist wohl den meisten als die „Unsinkable Molly Brown“ bekannt. Diesen Namen hat sie bekommen, weil sie 1912 den Untergang der Titanic überlebt hat. Vor der Reise mit der Titanic lebte sie in der Pennsylvenia Street in Denver. Dieses Haus mit der originalen Einrichtung kann man heute noch besichtigen.

Das Haus wurde 1889 gebaut und 5 Jahre später von dem frisch gebackenen Millionärsehepaar Brown gekauft. Dieses Haus war damals super modern und verfügte damals schon über Elektrizität, Zentralheizung und Telefonanlage, deren Leitungen sogar unter dem Putz verlegt waren!

Molly Brown war wohl eine sehr interessierte Frau. Sie bezahlte Lehrer, die in ihr Haus kamen um ihr Unterreicht zu geben. Sie lernte so Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Klavier spielen und Jodeln! Außerdem stellte sie es ihren Bedienstet frei, während dieser Unterrichtsstunden anwesend zu sein um ebenfalls etwas zu lernen.

Intersannt war auch die Bediensteten-Treppe in die Küche. Der Gang dieser Treppe war sehr schmal. Wir dachten alle, dass läge daran, dass man für die Bediensteten nicht so viel Platz zur Verfügung stellen wollte, aber Nein! Das Ganze hatte einen anderen, viel wichtigeren, Grund! Wenn die Bediensteten mit ihren langen Röcken und den vollen Tabletten in die Küche hinunterstiegen, war das sehr gefährlich. Doch da der Gang so schmal war, konnten sie sich mit ausgstreckten Ellenbogen links und rechts an der Wand stabilisieren!
Das Museum hier in Denver wirbt mit dem Zitat: „I’am Unsinkable. This is typical Brown luck!“. Aber Molly Brown hatte wohl nicht immer Glück. Als sie von der Titanic floh, steckte sie sich eine Brosche im Wert von $15.000 an den Mantel. Sie hatte sie während dem Untergang, der Rettung und der Reise nach Denver bei sich. Doch in Denver verstaute sie die Brosche in ihrem Gepäck und genau dieses Gepäck wurde ihr in der Lobby des „Brown Palace“ geklaut. Nun ja. Wahrscheinlich war das Glück für 1912 schon mit der Rettung von der Titanic aufgebraucht.

So macht‘s gut …

… ich melde mich wahrscheinlich aus Longmont und dann gibt es einen Lagebericht zu dem neuen Hotel, dem Auto und dem Rest ;8)


PS: Beinahe hätte ich es vergessen. Unser Führer war echt interessant. Dominick (so hieß er) fragte er uns vor der Tour, wo wir herkämen. Und als wir „Germany“ sagten, antwortete er „Ich spreche Deutsch“. Das hat er uns auch während der Tour immer wieder bewiesen.
Als wir ihn dann vor der Tür trafen, fragte ich ihn, woher er so gut deutsch könnte. Da erzählte er uns, dass er als die Mauer fiel in Bonn studiert hätte. Unter anderen deutsche Literatur. Und er konnte noch aus dem Stehgreif „Mutter Courage“ zitieren. Sehr beeindruckend…

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