Milt loftslag* oder Reykjavik I

15:48 photokraphy 0 Comments

* ist isländisch und heißt: "Mildes Klima"


Heute war der Tag der Tage. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es heute morgen mal wieder in den Urlaub. Eigentlich wollte ich in die Sonne. Daraus wurde nix. Irgendwann während der Planung wurde aus dem "richtig, richtig heiß" "richtig, richtig kalt". Aber was solls. Island war schon immer ein Traumreiseziel und dank des milden Golfstroms ist es ja in Island selbst im Winter nicht so kalt. Soweit die Theorie. Aber dazu später mehr.


Also heute morgen frohen Mutes ins Auto und ab an den Flughafen. Trotz des Chaoses im Terminal (wie zu besten Sommerschlussverkaufszeiten) waren wir pünktlich am Gate. Boarding verlief planmässig und äußerst geordnet. Das Flugzeug war niegelnagel neu und wir freuten uns über unseren Touchscreen riiiiiesiger Filmauswahl. Vor dem Start wurden wir mit lauter lustigen Fakten über Island unterhalten. Und auch auf den Sitzen gab es viel zu lesen.


Kleiner Sprachkurs auf der Kopfstütze

Ein Grund sich für einen Urlaub in Island zu entscheiden, war die geringe Flugzeit von unter 4 Stunden. Ebenfalls leider wieder nur in der Theorie. Nach dem wir schon eine halbe Stunde verspätet am Gate weggerollt sind, schwante mir schon, dass wir unseren Zeitplan nicht ganz einhalten. Als dann der Pilot auch noch von starken Gegenwinden sprach, war's das endgültig mit pünktlich ankommen. Was aber auch irgendwie egal ist, weil dunkel ist es so oder so (in Island geht derzeit die Sonne so in etwa gegen 15:30 Uhr unter).

Reiseroute

Beim Landeanflug zeigte der Boardcomputer dezente 2°C an. Also plus. Freude macht sich breit. Also solange bis wir diese Mischung von Schnee und Regen an den Scheiben gesehen haben. Aber macht ja nix. Ich war ja mit Fleecejacke, Loop und Mütze bestens vorbereitet. *Haha* Ich war noch nicht aus dem Flughafengebäude draußen, da pfiff mir das milde Klima so dermaßen um die Ohren, dass mir mein Koffer wegrollte. Also Koffer wieder eingesammelt und alles noch ein bisschen mehr zugezippt und eingemummelt.

Die Fahrt in die Stadt verlief dann recht ereignislos. Unmengen von Schnee, Regen und Nichts. Im Hotel angekommen war ich begeistert. Aber davon die Tage sicher mehr (auch Bilder).

Nachdem wir alles im Zimmer deponiert hatten, hab ich mich ein bisschen dicker angezogen (ich bin ja vorbereitet - theoretisch) und wir wollten noch etwas die Umgebung erkunden. Der erste Weg sollte uns aber ans Wasser führen, weil auf einer vorgelagerten Insel der "Imagine Peace Tower" leuchtet. Dabei handelt es sich um eine Lichtinstalation, die an John Lennon erinnern soll. Und heute ist der letzte Tag, an dem sie leuchtet. Und so was sollte man ja gesehen haben. Theoretisch. Praktisch war es am Wasser so kalt, das man das Gefühl hatte jeder Regentropfen sticht einem ins Gesicht. Also praktisch, hatte man gar keine Lust den Kopf zu heben. Also sind wir wieder zurück zum Hotel gestiefelt.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch etwas Essen eingesammelt. Ein Sandwich für Christian und für mich Sushi. Klingt im ersten Moment zwar etwas komisch, ist aber logisch. Aufgrund des frischen Fisches ist Sushi in Island sehr populär und auch verdammt gut.

*Yummi*

Was war ich so froh, als endlich wieder unser Hotel in Sicht kam. Der Portier grinste schief, als er uns zwei begossene Pudel sah. Wir waren wirklich beide KOMPLETT nass. Wir haben uns dann schnell ins Zimmer verkrochen, damit wir in der Lobby keine größeren Pfütze hinterlassen.

Also für heute können wir einen Haken hinter Theorie in Island, mildes Klima und geniales Sushi machen. Und nun geht es ab ins Bett. Morgen geht um 11 Uhr die Sonne auf. Das will ich unbedingt sehen!

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