Upp í vindinn* oder Reykjavik III

23:30 photokraphy 0 Comments

* ist isländisch und heißt: "Gegen den Wind"


Heute wollten wir uns ja etwas Wellness in der blauen Lagune gönnen. War aber leider ein Satz mit X. Draußen stürmte es so gewaltig, das die Reiseunternehmen ihre kompletten Bustransfers eingestellt hatten.

Also haben wir es ruhig angehen lassen und gewartet bis das Wetter besser wird. Als wir nicht mehr das Gefühl hatten, der Wind drückt uns die Fensterscheibe ein, wollten wir dann doch raus. Für unseren ursprünglichen Plan war es ein wenig zu spät. Also wollten wir zu Fuss los. Das heißt wir starten unseren persönlichen Wettlauf gegen die Zeit. Denn wenn du dich mal so richtig dick eingepackt hast, muss man schnell sein um rauszukommen, sonst ist man durchgeschwitzt ... vom Schuhe binden. Draußen angekommen, peitschte uns erst mal der Wind ins Gesicht. Okay, das heißt einfache Mütze in den Rucksack und die gehäkelte Mütze raus. Inzwischen sind dir aber die Finger schon fast eingefroren und tun bei jeder Berührung weh. Ein tolles Erlebnis, wenn man am eignen Körper erfährt, was es heisst "Gefühlte Temperatur: -12°C".


Aber so einfach, lassen wir uns nicht abschrecken. Tolle Idee! Im Ententmarsch sind wir also auf Eisschollen durch die Stadt gerutscht. Ein Heidenspass. Aber irgendwie haben wir es geschafft, an unser Ziel zu kommen. Der Tjörnin, ein großer See in Reykjavik und einer der beliebtesten im ganzen Land. Da das Wetter eh grau in grau war gibt es die Bilder mal in schwarz weiß.

Wildlife in Reykjavik :)

*bbbrrrr*




Strukturen im Schnee


Der See war wirklich wunderschön, allerdings hat uns hier der eisige Wind ungehindert getroffen und es war dann doch sehr unangenehm. Wir waren froh, als endlich wieder Bebauung in Sicht kam. Direkt an diesem See liegt nämlich das Rathaus. Beeindruckend fand ich den Felsen, der vor dem Gebäude steht und der über und über mit Eiszapfen überzogen war.

Es ist kalt ... sehr kalt ...

Rathaus

Von hier sind wir auf ein paar schönen Umwegen mal wieder in die Touristinformation. Da haben wir beschlossen, dass es uns mit Rutschen und frieren reicht. Also kurz nach einem Einkaufszentrum erkundigt und dann zum Auftauen in ein Bistro.




Eine besonders süße Idee, haben wir bereits gestern Nacht entdeckt. Überall in der Stadt stehen diese runden Schilder.


Mit ihnen kann man Jagd auf die "Weihnachtskreaturen" machen. In Island gibt es der Tradition nach nämlich eine ganze Horde von Kobolden und deren Begleiter, die um Weihnachten herum erscheinen. Und auf diesen Schildern erfährt man etwas über einzelne "Gesellen". Besonders nett ist, dass die Kreatur dann auch irgendwo in der Nähe per Beamer (animiert) auf eine Wand projiziert wird. Ich hoffe ich sehe noch einmal einen im Dunkeln, um ein Video zu machen. Wer mehr über diese Jólasveinar erfahren will: *klick*
 


Als wir endgültig durchgefroren waren, sind wir dann doch noch mit dem Bus ins Kringlan. Das ist eins der beiden großen Einkaufszentren. Sowohl die Busfahrt als auch das Einkaufszentrum waren ehr unspektakulär. Während man im Zentrum von Reykjavik keine internationalen Ketten (Einzigste Ausnahme: Subway) findet gab es davon in dem Einkaufzentrum einige. Deswegen gab es nichts so außergewöhnliches zu sehen und wir haben zügig die Heimreise angetreten. Zum Abschluss gab es dann noch einen kleinen Sprint an den Bus über die zugeeiste Fussgängerbrücke. Ich sag Euch: Soviel Spass für wenig Geld!
Auf dem Rückweg sind wir dann nochmal spontan an der Solfar ausgestiegen. Weil ich sie so mag und sie unbedingt noch mal im Dunkeln fotografieren musste. Allerdings war das Wind so beißend, dass wir recht schnell den Rückzug ins Hotel angetreten haben.

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